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Foto: Domkapitel Aachen

 

30. Benefizkonzert im Aachener Dom


Erlös kommt der Erhaltung der Aachener Kathedrale zugute


Aachen – Im Aachener Dom findet am Samstag, 14. November 2015, um 19 Uhr, das 30. Benefizkonzert zur Erhaltung der Kathedrale statt. Es gastiert die vielseitig engagierte Kammermusikerin und Soloflötistin Wally Hase mit dem Folkwang Kammerorchester Essen unter der Leitung von Johannes Klumpp. Zum Konzert eingeladen haben Dompropst Manfred von Holtum und Michael Wirtz, Vorsitzender des Beirats der Europäischen Stiftung Aachener Dom.


Auf dem Programm stehen Flötenkonzerte und symphonische Werke von Johann Sebastian Bach und seinen Söhnen Wilhelm Friedemann Bach, Johann Christian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach. Ergänzt werden die Konzerte der Bachfamilie durch fünf Kontratänze für Streicher, Flöte und kleine Trommel von Wolfgang Amadeus Mozart.

Der Eintrittspreis von 38 Euro kommt uneingeschränkt der Erhaltung des Aachener Doms zugute. Die Konzertbesucher haben zusätzlich die Möglichkeit, für diesen Zweck einen Spendenbeitrag zu leisten. Eintrittskarten können ab dem 31. Oktober 2015 beim Kundenservice Medienhaus, Großkölnstrasse 56 in Aachen und an der Abendkasse erworben werden.

 

 

 

Domkapitel Aachen

160 niederländische und deutsche Schüler beim JugendpolitikTag in Aachen
WIR - Gemeinsam Grenzen überwinden: Niederländische und deutsche Jugendliche für Europa
Aachen – 160 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und den Niederlanden haben am Dienstag, 22. September 2015, in Aachen am JugendpolitikTag teilgenommen. Angemeldet hatten sich Gymnasien aus Aachen, Jülich, Übach -Palenberg sowie Colleges und Hochschulen aus Heerlen, Maastricht, Venlo, Hoensbroeck und Landgraaf. Der JugendpolitikTag stand unter dem Motto „WIR - Gemeinsam Grenzen überwinden: Niederländische und deutsche Jugendliche für Europa“. Veranstalter war die Konrad-Adenauer-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Europäischen Stiftung Aachener Dom und der Deutsch-Niederländischen Gesellschaft Aachen.
Der JugendpolitikTag begann mit einem Gottesdienst im Aachener Dom. In seiner Predigt betonte Dompropst Manfred von Holtum, dass junge Menschen ein feines Gespür für die sozialen Belange der Menschen in Europa hätten: für die Flüchtlingsproblematik, die Arbeitslosigkeit von Jugendlichen, den Umgang mit Menschen mit Behinderungen, Menschen mit Suchtproblemen. Von Holtum: „Junge Menschen gehen mit einem hohen Engagement auf Europa zu. Sie sehen die Notwendigkeit, die Einheit Europas zu gestalten.“
Melanie Piepenschneider, Leiterin Politische Bildung der Konrad-Adenauer-Stiftung, appellierte in ihrer Begrüßungsrede daran, dass es vor dem Hintergrund der Flüchtlingssituation wichtig sei, Solidarität innerhalb der EU zu üben. „Das humanitäre – und christliche – Gebot der Hilfe für die Flüchtlinge muss an erster Stelle stehen – und dies sowohl der Flüchtlinge wie der Europäer wegen. Diese Hilfe muss allerdings – damit sie wirksam werden kann – durch praktische Vernunft begleitet sein.“
Prof. Dr. Friso Wielenga, Direktor des Zentrums für Niederlande-Studien der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, wies in seinem Vortrag auf die guten deutsch-niederländischen Beziehungen hin. Jedoch müssten beide Seiten weiter daran arbeiten, sie zu stabilisieren.
In der anschließenden Talkrunde wünschte sich Moritz Clausen vom Aachener Piusgymnasium, dass Sprachbarrieren weiter abgebaut würden. Loes van de Veeke aus den Niederlanden sei froh, dass es keine Grenze mehr zwischen Deutschland und den Niederlanden gebe. Für sie sei es näher, nach Aachen ins Schwimmbad oder nach Brühl ins Phantasialand zu fahren als in den Freizeitpark Efteling.
Am Nachmittag arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in acht Workshops zu verschiedenen Aspekten deutsch-niederländischer Nachbarschaft. Sie beschäftigten sich mit den Themen Schule, Ausbildung und Studium, Tourismus, Wirtschaftsraum, Arbeitsmarktpolitik, Kultur und gegenseitige Vorurteile. Die Jugendlichen äußerten ganz konkrete Wünsche: Beispielsweise sollte Niederländisch auf der deutschen Seite der Grenzregion und Deutsch in den Niederlanden als zweite Fremdsprache angeboten werden. Sie wünschten sich mehr internationale Jugendbegegnungen und ein starkes deutsch-niederländisches Jugendwerk, um Vorurteile abzubauen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken für ein erfolgreiches Europa. Die grenzüberschreitende Mobilität sollte durch gemeinsame Verkehrsverbünde mit einheitlichen Tarifen und einem internationalen Job-Ticket verbessert werden. Und die Jugendlichen wünschten sich eine gemeinsame Flüchtlingspolitik.
Als Ergebnis des JugendpolitikTages erstellten die Jugendlichen ein Zukunftspapier zum Thema "EURE Ideen für einen europäischen Grenzraum 2055 - Grenzräume für Europa besser nutzen".
Diese Ideensammlung wird am 4. Oktober 2015 im Rahmen des Wasserwerk-Gesprächs zum Tag der Deutschen Einheit an Professor Dr. Norbert Lammert und Sybrand van Haersma Buma durch eine Schülerdelegation überreicht.